Das Knödelgedicht – auf Bayrisch
Zwecks Nachfrage habe ich mir mal die Mühe gemacht, das von Günther Kaufmann bei Bully vorgetragene Knödelgedicht auseinander zu nehmen. Und zwar nicht auf Deutsch wie man es hier bei ProSieben nachlesen kann, soandan auf Bayrisch. Da ich selber weder Bayer noch Sprachforscher bin, hoffe ich doch alles nachvollziehbar betont zu haben. Wer “mitüben” will, kann sich parallel die Original-Version von Günther Kaufmann aufmachen (Tipps bzw. Verbesserungen können gerne in den Kommentaren gepostet werden).
Knödelgedicht auf Bayrisch
Zwoa Knedel san hart zsammegestößn,
Im Wirtshaus, nach´m Mittogessen.
Zwoa scho abkocht treff´n sich,
Im Topf drin in do Wirtshausküch´.
Bloß findns aneinand´ koa Spaß
- Se woarn net von doa gleichn Rass´.
Doa oan woa broan, doa andr hella,
Vom Kessl komm se oafn Tella,
Doa landns oafm helznern bredl,
Doa Semmel- und doa Leberknedel.
Doa Semmelknedel zerreißt sich gleich,
In vollem Kampf sein freches Meil:
“Bist`s jetzt so dreckig,
Oder bloß schier(?) und leberfleckig?”
Doa andre, so schwer beleidicht,
Hat sich natirlich oach gleich vorteidicht:
“Host es netich, dummoa Hund,
Du bist ja nett-a-moal richtig rund,
Schaust aus wie da Wirt sei Glatzen,
Du selten bleder, blasser Batzen!”
“Ja, Herr schau gut(?),
Nennt mie der blass,
Du pocknnarbges Aushilfsfraß,
Du durchg´bratner Knorpelspeicher.”
- Dess treibt den Leberknedel auf
Drum schreit er z´ruck:
“Du gell, pass auf,
Dass ih dei freches Maul net stopf
Du selbergstrickter Wasserkopf.
Umsonst bist du net übriggbliebn .
Du schaust aus, wie dreimol gspien
Und wiedr zrück gscharrt zum Vergleich,
Du ausrangierte Wasserleich.
Wie´s ausschaust un´ pfui Teufl schmeckst
- A Semmelknedel, ja mie leckst!”
Inzwischen sin´ zwoa Gäst aufgetaocht
- Für die wärn´ die zwoa Knedl´ gebraucht.
Umsonst war Eifersucht und Zorn -
Die zwoa san einfach gfressen woarn!